Update FAQ mit Fragen aus den Informationsveranstaltungen

Fragen und Antworten zum Coronavirus

  1. Wie gefährlich ist das Virus? Momentan wird der neue Erreger häufig mit der jährlich wiederkehrenden Grippe verglichen. Er scheint ähnlich infektiös zu sein und kann vor allem für Menschen mit Vorerkrankungen lebensgefährlich werden. Für gesunde Menschen besteht grundsätzlich keine Lebensgefahr.
  2. Wie gross ist die Ansteckungsgefahr? Betrachtet man den bisherigen Verlauf des Ausbruchs, so scheint das neue Virus zwar nicht besonders oft tödlich zu sein, doch es springt sehr schnell von Mensch zu Mensch. Das Virus wird als Tröpfcheninfektion weitergegeben. Dabei bleibt der Virus nicht lange in der Luft, sondern fällt in einem Radius von ca. 1 Meter ausgehend von der erkrankten Person zu Boden oder auf eine entsprechende Oberfläche.
  3. Wie gross ist die Ansteckungsgefahr in einem Flugzeug? Betrachtet man den bisherigen Verlauf des Ausbruchs, so scheint das neue Virus zwar nicht besonders oft tödlich zu sein, doch es springt sehr schnell von Mensch zu Mensch. Das Virus wird als Tröpfcheninfektion weitergegeben. Dabei bleibt der Virus nicht lange in der Luft, sondern fällt in einem Radius von ca. 1 Meter ausgehend von der erkrankten Person zu Boden oder auf eine entsprechende Oberfläche.
  4. Wie lange ist die Ansteckungszeit? Nach aktuellem Wissensstand beträgt die Ansteckungszeit 24-48 Stunden. Erst danach kann getestet werden, ob man sich infiziert hat.
  5. Wie kann ich mich schützen? Die üblichen Hygienemassnahmen, die auch vor Erkältungen, Grippe- und Durchfallviren schützen, bewahren am besten vor einer Ansteckung: regelmässiges und sorgfältiges Händewaschen, «Husten- und Niesen» in die Armbeuge oder in ein Taschentuch und dieses gleich entsorgen, danach Hände desinfizieren und grundsätzlich Abstand halten zu Erkrankten.
  6. Wie wirkungsvoll ist ein Mundschutz? Der Mundschutz bietet nur bedingt Schutz. Ob er funktioniert, hängt von vielen Faktoren ab: Wird die Maske richtig und konsequent getragen? Schliesst sie überall bündig mit der Haut ab? Wird sie regelmässig gewechselt? Wie gut filtert die Maske? Derzeit bringt das Tragen einer Schutzmaske aus der Beurteilung von BAG und Chef Grenzarzt keinen grösseren Nutzen, da es in der Schweiz noch keine bestätigten Fälle des Coronavirus gibt. Ob bei der Arbeit am Flughafen Masken getragen werden sollen, kann mit dem Vorgesetzten besprochen werden.
  7. Ist eine Pandemie ausgebrochen? Wann spricht man von einer Pandemie? Unter Pandemie versteht man eine länder- und kontinentübergreifende Ausbreitung einer Infektionskrankheit beim Menschen. Im Unterschied zur Epidemie ist eine Pandemie somit örtlich nicht beschränkt. In der Schweiz sprechen wir noch nicht von einer Pandemie, da es hierzulande noch keinen bestätigten Infektionsfall gibt.
  8. Warum führen wir am Flughafen keine Entry Screenings durch? Bei Entry Screenings wird bei der Einreise überprüft, ob ein Passagier Fieber hat. Ist das der Fall, werden weitere Abklärungen getroffen. Ein Entry Screening würde nur im Falle einer Pandemie angewendet werden und wird durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) angeordnet.
  9. Wie ist der Flughafen Zürich auf das Coronavirus vorbereitet?Am Flughafen verfügen wir über einen Notfallplan für Infektionskrankheiten. Alle Flughafenpartner stehen im engen Kontakt und tauschen sich in einer Taskforce zum Coronavirus regelmässig aus. Ausserdem stehen wir im täglichen Telefonkontakt mit dem BAG.
  10. Ich fühle mich krank oder bin erkältet. Soll ich zur Arbeit erscheinen? Du musst entscheiden, wie es Dir geht und ob Du Deine Arbeit machen kannst. Bei einer schweren Erkältung oder bei Krankheit mit Fieber bleibst Du natürlich zu Hause und kontaktierst gegebenenfalls Deinen Hausarzt. Solltest Du in den letzten drei Wochen Kontakt mit China gehabt haben, dann kontaktiere Deinen Hausarzt oder ruf beim Ärztefon (0800 33 66 55) an, bevor Du dich in die Praxis begibst. Zusätzliche Informationen erhältst du auf der BAG-Hotline unter 058 463 00 00 oder im Internet www.bag.admin.ch.

Ergänzte Fragen und Antworten aus den Informationsveranstaltungen

  1. Was wäre ein Anlass, um am Flughafen verstärkte Massnahmen zu ergreifen, wie z.B.: den Einsatz von Masken und Plexiglasscheiben an den Schaltern? Die Taskforce, die regelmässig stattfindet, entscheidet situativ, wie und welche Massnahmen ergriffen werden.
  2. Gibt es auch Plexiglasvorrichtungen für den Infodesk (SID), sollten diese zur Anwendung kommen? Die Plexiglasvorrichtungen sind universell und somit auch am Infodesk einsetzbar.
  3. Wie können sich die Mitarbeitenden der Reinigung schützen, falls sie ein Flugzeug desinfizieren müssen, indem ein Passagier mit Verdacht auf das Coronavirus gesessen hat? Sollte ein Passagier mit Verdacht auf das Coronavirus in Zürich landen, dann wird die Flugzeugkabine danach desinfiziert. In diesem Fall geschieht die Reinigung unter Anleitung des Grenzarztes. Grundsätzlich schützt die Ausrüstung des Reinigungspersonals gegenüber dem Coronavirus genügend. 
  4. Welche Massnahmen ergreift der Flughafen Zürich, um allfällig erkrankte Personen zu identifizieren, die einreisen wollen? Nach den internationalen Gesundheitsvorschriften muss der Flugkapitän melden, wenn sich eine Person an Bord befindet, die offensichtlich krank ist und eine ansteckende Krankheit haben könnte.  Von dort werden die Informationen an den Chef Grenzarzt weitergeleitet, der über das weitere Vorgehen entscheidet.
  5. Was passiert, wenn am Flughafen Zürich ein Infektionsverdacht vorliegt? Der Grenzarzt entscheidet über die anzuordnenden Massnahmen. In der Regel wird bei einem begründeten Verdacht der Patient auf die Sonderisolierstation des Universitätsspitals Zürich gebracht. Bei den weiteren Passagieren werden mindestens die Kontaktdaten erfasst. Möglich wäre, dass sie unter Beobachtung gestellt werden.
  6. Wie lange dauert die Inkubationszeit? Die Inkubationszeit beträgt maximal 14 Tage.
  7. Wie kann man sich als Bürger vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen? Zurzeit gilt: Bei Personen, die weder in China waren (vornehmlich in der Provinz Wuhan), noch mit infizierten Personen Kontakt hatten, besteht kein Erkrankungsrisiko, da es derzeit keine nachgewiesenen Erkrankungen in der Schweiz gibt.
  8. Wie verhalte ich mich im Verdachtsfall? Wenn Du aus einem betroffenen Gebiet zurückkehrst und unter Fieber, Husten oder Atemnot leidest, dann vermeide den engen Kontakt zu anderen Menschen. Trage einen Mundschutz und wasche Dir häufig die Hände. Suche Deinen Arzt/Ärztliche Notfallaufnahme erst nach telefonischer Ankündigung auf, um dich untersuchen zu lassen. Vor, beziehungsweise bei der Kontaktaufnahme, sollte der Verdachtsfall einer möglichen Infektion geäussert werden, um entsprechende Isolationsmassnahmen einzuplanen.
  9. Kann ich Gepäckstücke, Reisepässe, Bordkarten etc. ohne Gefahr anfassen? Ja
  10. Muss ich mir als Schwangere besondere Sorgen machen? Schwangere sollten grundsätzlich den Kontakt zu kranken Patienten, Passagieren und Kolleginnen und Kollegen meiden. Nach heutigem Wissensstand ist das Risiko, sich mit dem Coronavirus anzustecken geringer, als sich mit dem Grippevirus anzustecken.

Stand: 10. Februar 2020 / Manuela Staub, manuela.staub@zurich-airport.com

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